Bienvenidos

Hier gibt es Infos über Kaffeekooperativen aus El Salvador die zum großen Teil nicht zertifiziert sind , weil dies entweder für sie zu teuer ist oder sie Aufgrund der Roya Krise ihre Bio Zertifizierung aufgegeben haben. Es sind aber durchweg gute Qualitätskaffees mit ca. 83-85 Punkten laut den Q-Gradern des CSC (Consejo Salvadoreno de Cafe-Kaffeeinstitut El Salvador). Interessierte Röster können sich gerne bei uns melden ! Einige Projekte gibt es bereits und wir fördern und vermitteln die Kontakte. Beschreibungen der Coops findet ihr in den Reiseberichten und bei Projekte. Die bio/fair gehandelten Rohkaffees von der Mitka und El Puente können wir natürlich auch gerne vermitteln ! Zusätzlich gibt es auch Hintergrund-Artikel und Links zur Kaffeeproduktion in Mexico und anderen Ländern.

Vom 6.-8. Juni beteiligten wir uns beim Stand von El Salvador auf der WOC in Berlin https://www.worldofcoffee.org/visit

Dort wurden auch Kooperativen-Muster gecuppt! siehe Fotos:

https://www.facebook.com/pg/ConsejoCafeSV/photos/?tab=album&album_id=2411916432373140&ref=page_internal

Am 10.6.2019 16 Uhr läuft meine Doku ´Cafe Rebeldia` im

Regenbogenkino, Lausitzerstr.22, 10999 Berlin-Kreuzberg

https://www.facebook.com/events/2033782426928152/

Die Cafe la Cortadora Bio-Kaffee-Röst Veranstaltung beim

Diakonisches Werk an der Dill
Tagesstätte Impuls
Rodenbacher Straße 23
35708 Haiger

am 5.9.2019 kann aus organisatorischen Gruenden des

Diakonischen Werks leider nicht stattfinden.



ein anderer Zeitpunkt wird gerade geplant !

Der mobile elektr. 3 Kg Massol -Röster im Einsatz beim Stand des Weltladen Dillenburg

Projekte

Liebe Freunde,

Seit 2018 gibt es das neue Kaffee-Importprojekt mit einer Kooperative von Redaprodare : Agasacare aus La Palma/Cordillera Alotepec-Metapan. Im Rahmen des Entwicklungshilfe-Projekts der Flüchtlingshilfe Mittelamerika kam es zu einem Partnerschaftsprojekt zwischen dem Nationalpark Montecristo und dem Nationalpark Bayrischer Wald welches im Januar 2018 unterzeichnet wurde. Es geht hierbei auch um intensiven Austausch und Beratung wegen der Borkenkäferplage in beiden Nadelholz-Waldgebieten. Zur Unterstützung des Projekts wird nun gerade 1 Tonne allerbesten naturbelassen Pinienwald-Kaffees von der Kooperative in den Bayrischen Wald nach Zwiesel zur Rösterei Kirmse exportiert. Wir unterstützen dies mit logistischer Hilfe beim Export . Die Kaffeekampagne El Salvador hat zuvor auch schon das BIOAMIGO Biodünger- und Biopestizid-Projekt der Flüchtlingshilfe Mittelamerika finanziell unterstützt.

Muchos Saludos

Jan

Kaffeeanbau unter Pinien Coop Agasacare

Ecobeneficio mit Sammelbecken der

Agua Mieles  die für den Bocashi Pilze

Anbau verwendet werden.

 

Coop San Carlos Dos

 

Buenas Dias , hier Infos zum El Salvador Coop Projekt :

Es handelt sich um einen komplett Fairtrade-Siegel freien, konventionellen Kooperativen Kaffee , der dadurch auch für kleine Röstereien interessant ist,  weil sie keine überteuerten Siegel Zertifizierungs-Gebühren bezahlen müssen!

Cooperativa San Carlos Dos de R.L. ,Cerro Cacahuatique ,Osicala ,

Morazan, El Salvador

Die Kooperative wurde 1979 in der Agrarreformphase gegründet und besteht z.Zt. aus 91 assozierten Mitgliedern, davon 8 Frauen und 83 Männer; insgesamt leben dort 1500 Personen.  Die Produktion beläuft sich auf 13.000 bis 14.000 quintales jährlich. Die angebauten Arabica Sorten sind Pacas, Pacamara, Bourbon und Cuscatleco .

 

Die durch den Klimawandel ausgelöste Roya-Pilz Seuche hat Ernte-Verluste von -20%  verursacht. Diese werden langsam wieder aufgeholt und erneut  aufgebaut: 2013 wurden 20.000 Pflanzen der resistenten Sorte ´variedad colombiano´ gepflanzt. Im eigenen Feucht- und Trocken-Beneficio (Kaffee-Verarbeitungsanlage)  wird die Ernte verarbeitet. 90% wird als Pergamino verarbeitet ,  10% werden Vorort geröstet, gemahlen und abgepackt und auf  dem lokalem Markt als ihre Eigenmarken angeboten und verkauft.

Im Februar 2017 kam es zum ersten Export nach Europa an dem wir uns nun beteiligen. Das Gebiet um den Cerro Cacahuatique hat einen besonders hohen Schutzwert durch seine große Bedeutung durch reiche Waldbestände und als Quellgebiet für wichtige Nebenflüsse des Rio Torola. Im Wald wurden allein 60 Baumfamilien,davon 230 Einzelspezies gezählt, davon 123 in den cafetales – den Kaffeefeldern der Kooperative.  Außerdem gibt es 23 verschiedene Fledermausarten, 138 Arten Vögel, 8 Arten Amphibien und 22 Arten Reptilien.

Wir haben unten ein paar Fotos von der Coop drangehängt.
Wir bieten das ganze auch als Kaffeeröst-Veranstaltung Vorort an:
für Wohnprojekte,Solawi Gemeinschaften,Kommune-Projekte ,
Ausschank /Restaurants/Festivals/Events/Strassenfeste/Märkte etc.
Das ganze wollen wir auch Verpackungmüllfrei anbieten,dh wir füllen den gerösteten Kaffee in Ventil-Hobbocks(Eimer) ab und es gibt 250g Vacu-Pac-Dosen zum Wiederbefüllen je nach Bedarf.

Ab sofort ist der Röstkaffee erhältlich bei Caffè Due Mani  in 60314 Frankfurt/M ,Franziusstr.6 (Osthafen,hinter der Honsellbrücke,Hofeinfahrt GS-Mietservice, kein Parken möglich drin).

Preis:  6.70€ inkl 7% Mwst.  250g

Freitags von 11h bis 17h ist Werksverkauf!

Kontakt und Bestellungen: info@caffeduemani.com

bitte bei Bestellungen El Salvador San Carlos Dos angeben!

Büro: 069 40 89 82 68

Tel.: Jan Braunholz   0049 171 963 99 30
Max Jakubowski  0049 170 588 98 89

kommt vorbei und genießt!
Schöne Grüße
Jan

Im folgenden Link findet ihr aktuelle Infos zu San Carlos Dos

https://coffeelands.crs.org/2018/04/win-win-blue-harvest-providing-solutions-that-help-cooperatives-get-back-on-their-feet-while-protecting-water/#comment-719505

San Carlos Dos hat übrigens 2018 für

ihre Pacamara Honey Aufbereitung

86.10 Pkte beim Cup of Excellence erreicht !

 

Lago Coatepeque mit Coop Las Lajas

am Volcan Cerro Verde

 

ACOPRA Las Lajas/Cordillera Apaneca-Llamatepec und

COMBRIFOL,Marcala-Honduras/Sierra Nahuaterique

Seit über 25 Jahren importiert die MITKA zusammen mit der

Kaffeekampagne El Salvador für Cafe La Cortadora Rohkaffee

aus El Salvador. Auch diese Bio-Rohkaffees können interessierte

Röster bekommen. Der Import läuft mit WFTO Richtlinien.

Hier die Import-Kalkulation 2012 (sie ist ähnlich derzeit) für

Cafe la Cortadora

Kalkulation5-2012lc 

 

Weitere Infos über die beiden Coops findet

ihr hier:

http://acopra-laslajas.com/

OCIA Bio-Zertifizierung , Bourbon,Pacamara,SHG Prep.Europea, 1300m

Tasse : Kaffees, die auf dem fruchtbaren Vulkanboden El Salvadors angebaut werden, zeichnen sich durch eine komplexe Struktur, sanfte Säure und eine natürliche Süße aus. Der Kaffee aus Las Lajas hat einen leichten Duft nach Tabak, ist gut balanciert und hat einen sanften Körper. Der Geschmack erinnert meist an dunkle Schokolade, Orange und Zimt

http://www.mitka.de/las_lajas.html

 

https://www.combrifol.com/english-version/what-we-offer/

Mayacert Bio-Zertification, DO Marcala, Bourbón, Típica, Salchimor, Catuí,

SHG-Prep Europea,1300-1700m

Tasse:

Kaffee mit der geschützten Herkunftsbezeichnung DO Marcala zeichnet sich durch eine lebendige Säure, einen fruchtigen Geschmack nach Zitrusfrüchten und Pfi rsich sowie einen blumigen Nachgeschmack aus.

http://www.mitka.de/combrifol.html

und bei

https://cafe-la-cortadora.org

 

erhältlich bei  El Rojito , El Puente , Oekotopia und WeltPartner

 

gerne vermitteln wir auch den FT-Rohkaffee der Nachbar-Kooperative

von Las Lajas: 

Los Pinos

http://www.cooperativalospinos.com.sv/

 

Karte mit den Anbaugebieten El Salvadors

http://www.csc.gob.sv/cordilleras/

 


Reiseberichte

Reise durchs Royaland

https://non.copyriot.com/reise-durchs-roya-land-die-folgen-des-klimawandels-im-kaffeeanbau-und-wie-kooperativen-dem-begegnen/

auch in ILA 414 , Contraste und Poonal

https://www.npla.de/poonal/klimawandel-und-folgen-fuer-den-kaffeeanbau/

Extinction Rebellion Klimawandelaktion im Senkenbergmuseum Frankfurt
Extinction Rebellion Klimawandelaktion im Senkenbergmuseum Frankfurt/M 11.5.2019

Adios Arabica? Die Auswirkungen des Klimawandels in El Salvador

von Jan Braunholz

Seit über 20 Jahren werden nun die Auswirkungen und Folgen des Klimawandels infolge der

Erderwärmung diskutiert. Ein sogenanntes 2 Grad-Ziel wurde formuliert und gerade auch wieder bei der G 7 Gipfel-Show erneut festgehalten. Doch lässt sich das überhaupt noch einhalten?

Die konkreten Auswirkungen auf El Salvador sind jetzt schon stark sichtbar. Einer Untersuchung des Umweltministeriums MARN zufolge hat in den letzten 6 Dekaden die Durchschnittstemperatur um 1,3º Celsius zugenommen und für die nächsten 6 Dekaden wird eine Zunahme von 2º bis 3º Celsius prognostiziert, falls die Bemühungen greifen, den Temperaturanstieg einzudämmen. In den letzten 6 Dekaden gab es einen Anstieg des Meeresspiegels um 8 cm, mit schon jetzt erkennbaren starken Erosionsfolgen an den Küsten El Salvadors.

Bei den Niederschlägen stieg auch die Zahl der Starkregen-Ereignisse (100mm in 24 Std. und mehr als 350mm in 72 Std.) deutlich an. Gab es in den Dekaden der 60er/70er- Jahre jeweils nur ein Ereignis, so waren es in der ersten Dekade des neuen Jahrtausends schon acht. Sie kommen nun auch vom Pazifik und nicht mehr nur vom Atlantik wie in den früheren Dekaden. Die ökonomischen Folgen sind gravierend, z.B. brachten innerhalb

von 24 Monaten die drei Stürme Ida, Agatha und der tropische Sturm 12E einen Verlust von 1,3 Milliarden $ USD, ca. 6% des BIP im Jahr 2011. Der tropische Sturm 12E im Oktober 2011 hat auch die Ausbreitung der Roya-Pilz-Seuche erheblich forciert und zu großen Ernteverlusten geführt. Allein bei der Ernte 2013/14 gab es laut PROCAFE einen Verlust von 117,8 Millionen $ USD .

In der Studie ´Coffee Under Pressure´ des CIAT (International Center for Tropical Agriculture) werden die Auswirkungen des Klimawandels auf Mittelamerika/Mexico bis zum Jahre 2050 beschrieben: Laut den Klimawandelmodellen bedeutet das in El Salvador einen Rückgang der durchschnittlichen Jahresregenmenge um ca. 36mm, einen langsamen, kontinuierlichen Temperaturanstieg um 1,1º Celsius bis 2020 und eine progressive Zunahme um 2,1º Celsius bis 2050 in den Kaffeeanbaugebieten.

Die optimale Anbauhöhe für Arabica-Kaffee wird dadurch nach oben verschoben: von derzeit 700-1700 Meter auf 1000-1700 Meter. Die Eignung für Arabica wird besonders im Bereich 700-1000 Meter zurückgehen und da die Anbauhöhe ja geographisch begrenzt ist wird der Arabica-Kaffeeanbau abnehmen. Alternativen zum Kaffee müssen sich die Anbauer insbesondere in den tieferen östlichen Regionen El Salvadors wie San Miguel und Usulutan suchen. CIAT schlägt hier vor, längerfristig u.a. auf Orangen, Avocado, Mango, Hirse und Bohnen auszuweichen. In Chalatenango, La Libertad und Ahuachapan werden geeignete Arabica-Anbauflächen bleiben, wenn sich die Kaffeepflanzer an die sich verändernden Verhältnisse anpassen und ihr Agro-Management umstellen.

In El Salvador haben insbesonders die Dürren in den Monaten Juli/August der letzten zwei Jahre zu erheblichen Problemen bei der betroffenen Landbevölkerung geführt. Es gab bei der Mais- und Bohnen-Ernte 2014 einen Rückgang von 50-70% in der ersten Ernteperiode. Hinzu kommen die Ernteverluste von bis zu 70% bei Kaffee, ausgelöst durch die Roya-Pilz-Seuche. Insbesondere die temporalen Kaffeeerntehelfer sind davon betroffen. Sie haben praktisch kein Einkommen mehr!

Foto: Roya-Pilz Befall

Das Welternährungsprogramm (WFP) hat im Dezember 2014 ein Nothilfe-Programm für etwa 37.000 betroffene Personen in El Salvador gestartet.

Die Zahl der in Ernährungsunsicherheit lebenden Personen wird mit 480.000 bezeichnet. Insgesamt sind in Mittelamerika ca. 2 Millionen Personen betroffen, wovon nun 500.000 für 3 Monate mit 20 Millionen $ USD unterstützt wurden. Auch die salvadorenische Institution Conasan und die NGO Oxfam Int. stellen Hilfsmittel gezielt für die betroffenen temporalen Kaffeeerntehelfer zur Verfügung.

Auch im Kaffeeanbaubereich gibt es spezielle Hilfsprogramme, die dringend benötigt werden.

Die Regierung hat am 6.2.2015 einen nationalen Kaffeepakt (Pacto Nacional De Caficultura) iniziiert: Das Agrarministerium MAG unterstützt die von der Roya-Seuche betroffenen Kaffeeanbauer mit 7 Millionen pilzresistenten Kaffeesetzlingen der Sorte Sarchimor und Catimor. Dies sind Kreuzungen der Arabica-Sorten Villa Sarchi und Caturra Rojo mit Hibrid de Timor, einer spontanen Kreuzung zw. Tipica Arabica und Robusta, die 1917 auf der Insel Timor entdeckt wurde.

Die Robusta-Kaffeesorten sind resistenter gegen den Roya-Pilz! Die resistente Sarchimor Sorte wird in El Salvador Cuscatleco genannt; die resistente Catimor Sorte Catisic. Die Gesamthilfe des MAG umfasst 8,6 Millionen $ USD für technische Assistenz und Fungizide. Einige der (ehem.)Bio-Kooperativen, wie z.B. Santa Adelaida, haben wieder angefangen mit nicht organischen Fungiziden zu spritzen und dadurch ihre Bio-Zertifizierung verloren. Zwar gibt es auch biologische Fungizide auf der Basis von Stab-Bazillen oder Mikroorganismen, aber wie erfolgreich sie gegen den Roya- Pilz sind, ist z.Zt. noch in der Erprobung. Einige Techniker meinen, sie seien nicht wirksamer als Caldo Bordelés, ein Kupfersulfat, welches im Bioanbau zugelassen ist.

Entscheidend für den zukünftigen Erfolg sind die Renovierungen der überalterten Cafetales mit Neuanpflanzungen, welche ausgesprochen kostenintensiv sind und gefördert werden müssen. 60% des Kaffeesektors sind betroffen, konkret ca. 130,000 Manzanas (1 Mz=0,7 Hektar) vom insgesamt ca. 218.000 Manzanas. Wenn man von einem Minimum von 4000.- $ USD Renovierungskosten pro Manzana ausgeht, währe das ein Investitionsbetrag von 520 Millionen $ USD, um die Zukunft des Kaffeeanbaus in El Salvador zu sichern. Die vom MAG zugesicherten Hilfen für 7 Millionen Kaffeesetzlinge kosten ca. 3,4 Millionen $ USD und reichen für 2800 Manzanas. Eine Zusage von weiteren 25 Millionen Kaffeesetzlingen gibt es von ALBA-Alimentos. Sie sollen über Kaffeeexporte nach Venezuela finanziert und verrechnet werden.

Der Investitionsbedarf ist also riesig und muss durch zusätzliche Kreditzusagen finanziert werden. Diese Kredite werden laut Aussagen von Präsident Salvador Sánchez Cerén von der Banco de Desarollo de El Salvador (BANDESAL) kommen. Spezielle Kreditlinien für Kaffeeanbau gibt es auch über die MAG assoziierten Banco Hipotecario und Banco de Fomento Agropecuario.

Weitere Kredite könnten von NGOs kommen, wie z.B. Roots Capital aus den USA. Sie finanzieren weltweit mit ca. 100 Millionen $ USD Renovierungsprojekte von Kaffeekooperativen, so z.B. mit 2 Millionen $ USD die Kooperative SOPPEXCCA in Nicaragua, die auch MITKA-Handelspartner ist. Auch die US-NGO Catholic Relief Services (CRS) unterstützt schon seit vielen Jahren nachhaltige Kaffeeprojekte und hat gerade ein Kakao-Anbauprojekt in El Salvador gestartet. Das 25 Millionen $ USD-Projekt wird vom MAG unterstützt und soll den von der Roya-Seuche betroffenen Kaffeebauern eine Alternative bieten und den Kaffee durch Kakao substituieren.

Foto: Sarchimor Kaffeesetzlinge

Adios Arabica? Ganz so schlimm wird es nicht kommen, aber die Aussichten besonders für die tiefer gelegenen Kaffeeanbaugebiete im Osten El Salvadors sehen kritisch aus und die Kaffeeanbauer müssen sich dort neue Strategien überlegen. Bei allen Anderen bedarf sehr großer Anstrengungen und Investitionen, um sich von der Roya-Krise zu erholen. Unser Hauptlieferant, die Bio-Kooperative Las Lajas muss auch Renovierungskredite von der Banco

Hipotecaria aufnehmen und hofft im Jahr 2024/25 die Krise bewältigt zu haben. Ihre Anbaukapazität reduzierte sich von früher ca. 25-30 Containern auf 5 bei der letzten Ernte 2014/15. An die MITKA und uns werden davon dieses Jahr 3 Container geschickt.

Wir, die Kaffeekampagne El Salvador, unterstützen mit unseren geringen Mitteln auch ein Projekt der Flüchtlingshilfe Mittelamerika: Beim Kooperativenverband REDAPRODARE in der Region von La Palma/Chalatenango wird ein biologisches Pflanzenschutzmittel entwickelt, das auch im Kaffeeanbau eingesetzt werden kann. Bereits jetzt wird ein hochwertiger Bio-Dünger produziert und unter der eigenen Marke BioAmigo vermarktet. Neben den ca.150 Kleinbauern-Familien von REDAPRODARE sollen die Pflanzenschutzmittel später die Landwirtschaft weiterer 2.000 Familien im Gebiet des Biosphären-Reservats Trifinio fördern. Die Stärkung der biologischen

Landwirtschaft hier bedeutet eine nachhaltige Verbesserung der Ökologie El Salvadors und trägt zugleich zur Gesundheit der Bevölkerung bei: Die Region ist Quellgebiet des Rio Lempa, des größten Flusses Mittelamerikas, der die Mehrheit der hiesigen Menschen mit Trinkwasser versorgt.

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